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Chronik

 Am 15.12.1955 wurde im Gasthaus zum Lamm auf Betreiben des Lammwirts Richard Reisig und Alfred Bredel der Schützenverein Hattenhofen von folgenden Mitgliedern gegründet:
Richard Reisig, Alfred Bredel, Gotthilf Fleischer, Erich Pittasch, Franz Sassmann, Rudolf Göller, Erich Hagmann, Ernst Stummvoll, Walter Jauß, Anton Oppolzer, Franz Schmid, Eugen Felder, Artur Kern, Hans Wölfl, Christian Heinz, Hans Lochner und Georg Blessing.

An der Hauptversammlung 1956 wurde Georg Blessing zum 1. Vorsitzenden gewählt. Im gleichen Jahr wurde ein erstes Preisschießen im Gasthaus Lamm durchgeführt und die ersten Kontakte zu anderen Vereinen wurden geknüpft. Für 20 Mitglieder stand nur 1 Gewehr zur Verfügung.

Im März 1958 wurde ein neues Vereinsgewehr angeschafft. Der Monatsbeitrag betrug damals 1.- DM. Im September 58 entschloss man sich zum Bau eines Vereinsheims und im November wurde bereits der erste Spatenstich gemacht. Am
09.12.1959 fand im neu erstellten Schützenheim bereits die erste Versammlung statt. Die offizielle Eröffnung war am
18.12.1959 mit den ersten Wirtschaftern Walter und Ella Jauß. Der Verein zählte damals 28 Mitglieder.

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Die Erbauer des Schützenhauses

An der Hauptversammlung im Januar 1960 erklärten sich 20 Mitglieder bereit freiwillig zu wirtschaften. In einem 2000-Mann-Zelt wurde die Einweihung des Schützenheims mit einem Preisschießen und großem Festzug gebührend gefeiert.

Durch namhafte Spenden konnte im Jahr 1962 eine Vereinsfahne bestellt werden. Bei der Sammlung machte sich besonders Theodor Frank verdient. Im Juli wurde die Fahne geweiht.

1963 wurde eine Schützenkette angeschafft und ein 2-tägiger Vereinsausflug ins Lechtal durchgeführt. In den Jahren 1965-1967 wurde die Schießanlage mit rund 4000 freiwilligen Arbeitsstunden erweitert. Bereits 1964 war darüber diskutiert worden. Mit dem Aufstieg in die Bezirksklasse zeigten sich auch die ersten sportlichen Erfolge.

1975 wurde der Ausbau der Pistolenbahn beschlossen und 1976 verwirklicht. 1977 zählt der Verein 163 Mitglieder. Der Jahresbeitrag wird von 16.- DM auf 24.- DM erhöht.

In den Jahren 1978 und 1979 konnte der Verein hervorragende sportliche Erfolge erzielen bis zur Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften in München. Die Schüler Bernd Heinz, Siegfried Oppolzer und Armin Stummvoll wurden Württ Meister. Im Jahr 1979 konnte man auf 20 Jahre freiwilliges Wirtschaften zurückblicken. Anton und Willi Oppolzer, Frida und Georg Blessing, sowie Ernst Stummvoll und Franz Saßmann wurden hierfür geehrt. Zum Jahresende zählte der Verein 195 Mitglieder. Die Vorbereitungen für das 25-jährige Jubiläum laufen auf vollen Touren.

Vom 09. - 11. Mai 1980 wurde in der Omnibushalle der Fa. Frank & Stöckle Jubiläum gefeiert. Am Jubiläumsgauschießen beteiligten sich 450 Schützen. Bürgermeister Klass pflanzte vor dem Schützenhaus eine Jubiläumseiche. Zum ersten Mal startete eine Pistolenmannschaft.

1982 wurde erstmals fürs Maifest ein Zelt aufgestellt. Am 1. Pokalschießen für örtliche Vereine beteiligten sich 28 Mannschaften. 1982 wurde erstmals über den Bau einer Schießhalle diskutiert. Im Untergeschoss richtete Hochwasser erheblich Schäden an. Franz Vybiralik und Walter Jauß stifteten 2 Vereinsgewehre, um die Jugendarbeit auszubauen.

Im Jahr 1983 wurden am Maifest 950 L. Bockbier verkauft. Erstmals stieg eine LG-Mannschaft in die Landesliga auf. An der Hauptversammlung am 06.05.83 wurde der Bau einer Schießhalle beschlossen und im Oktober mit dem Bau begonnen. Das Richtfest fand am 25.05.1984 statt. Für 25-jähriges wirtschaften erhielten Frieda und Georg Blessing, Franz Saßmann, Ernst Stummvoll und Willi Oppolzer ein kleines Geschenk.

Ende 1984 war die Schießhalle fertiggestellt. Als fleißigste Helfer wurden Georg Blessing, Siegfried Oppolzer, Hermann Knaupp und Günther Straub geehrt. Die Einweihung wurde mit dem Kinderfest verbunden und im Juni 1985 im Festzelt gefeiert. Ein Gauschießen wurde ebenfalls durchgeführt. Georg Blessing wurde zum Ehrenmitglied ernannt.

1986 startete erstmals eine Vorderladermannschaft. Die Außenanlagen wurden mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde 1987 angelegt. Das erste Dorffest anläßlich der Farrenstalleinweihung fand statt, an dem sich auch der Schützenverein beteiligte. 1988 legte sich der Verein eine eigene Bühne zu. Der Luftgewehrstand im Freien wurde durch eine Hochblende renoviert und neu abgenommen. In der Schießhalle wurden elektrische Scheibenzuganlagen installiert. Im Dezember wurde zum ersten Mal eine Veranstaltung zu Gunsten der "5 gute Taten" durchgeführt. Ende des Jahres hatte der Verein 210 Mitglieder, den Höchststand seit Vereinsgründung.

Im Jahr 1989 wurden im Schützenhaus neue Fenster eingebaut und neue Schützenanzüge angeschafft. Für 30 Jahre freiwilliges wirtschaften konnten Frida und Georg Blessing, Franz Saßmann, Ernst Stummvoll und Willi Oppolzer geehrt werden. In Januar 1990 stellte sich Willi Oppolzer nicht mehr als 1. Vorsitzender zur Verfügung, da kein Nachfolger gefunden werden konnte, war der Verein 1 Jahr ohne 1. Vorsitzenden bis im Januar 1991 Dieter Gräwe gewählt wurde.

1993 stellte der Verein die Durchführung von Faschingsveranstaltungen ein, da die Besucherzahl immer weniger wurde. 1994 fanden in Hattenhofen erstmals Kreismeisterschaften statt. Da die Gemeinde in unmittelbarer Nähe ein Baugebiet plante, wurden Schalldämmaßnahmen an der Pistolenbahn eingeleitet. Bereits zum 40-jährigen Vereinsjubiläum im Jahr 1995 war die Pistolenbahn teilüberdacht und ein zusätzliche Abstellraum war nutzbar. Das Jubiläum wurde in der Schießhalle gefeiert. Das Bezirksschießen mit über 500 Teilnehmern war ein voller Erfolg.

In den Jahren 1996 bis 1998 war man damit beschäftigt die Schalldämmung der Pistolenbahn zu vervollständigen, damit die Anlage vom Landratsamt abgenommen werden konnte. Außerdem wurden die Außenanlagen wieder hergerichtet.

1999 konnte man auf 40 Jahre freiwilliges Wirtschaften zurückblicken. Am Wirtschafterabend wurde Frieda Blessing als Anerkennung für 40 Jahre ununterbrochenes Wirtschaften zum Ehrenmitglied ernannt. Günther Straub, Hermann Knaupp und Günther Hagmann wurden für 25-jähriges Wirtschaften geehrt. Für über 15 Jahre Bernd Heinz und Siegfried Oppolzer.

Im Jahr 2000 wurde die Erneuerung des Schützenhausdaches, sowie der Einbau einer neuen Heizung im Schützenhaus geplant. Obwohl der Posten des Jugendleiters nicht besetzt war, war die Teilnahme von Jugendlichen am Jugendtraining sehr gut. Eine neue Heizung wird eingebaut.

Bei der Hauptversammlung in Januar 2001 stellt sich der 1. Vorsitzende Dieter Gräwe nicht mehr zur Wahl. Ersatz kann nicht gefunden werden, somit leitet der 2. Vorsitzende Siegfried Oppolzer den Verein einstweilen kommisarisch. Im Laufe des Jahres wird das Schützenhausdach erneuert. Der Parkettboden in der Wirtschaft wird abgeschliffen und neu versiegelt. In der Schießhalle werden bei den Kugelfängen neue Dämmplatten angebracht. Im März findet der 1. Kreisschützenball des Schützenkreises Hohenstaufen in der Schießhalle des Schützenvereins Hattenhofen statt. Im Juni findet eine außerordentliche Hauptversammlung statt um die Satzung zu ändern.

In Januar 2002 übernimmt Siegfried Oppolzer das Amt des 1. Vorsitzenden. Zum 2. Vorsitzenden wird Jan Stöhr gewählt. Neue Trainingsanzüge und Daunenjacken mit Werbung der Fa. Frank & Stöckle werden angeschafft. Ein zweitägiger Vereinsausflug führt ins Oetztal. Der Kreisschützenball findet wieder in Hattenhofen statt. Iris Knoflicek schießt einen neuen Landesrekord mit der Luftpistole.

Im Jahr 2003 werden in der KK-Bahn Schalldämmplatten angebracht und die Abgrenzungsmauer zum neuen Schießstand wird renoviert. Der Zugang zur KK-Schießbahn wird mit Verbundsteinen gepflastert. Der Bebauungsplan Sommerweide II wird erstellt und der Schützenverein sichert sich einen Platz für spätere Erweiterungen. Die Gemeinde verpflichtet sich eventuelle Kosten für zusätzliche Schalldämmung zu übernehmen, die ursächlich mit dem Baugebiet zusammenhängen.

Im Jahr 2004 stehen umfangreiche Baumaßnahmen auf dem Programm. Durch Austrocknung des Schiefers, der als Unterbau im Schützenhaus eingebaut wurde, haben sich in den Außenmauern Risse gebildet, die immer größer wurden. Aus diesem Grund wird der gesamte Boden des Schützenhauses entfernt und eine neue Bodenplatte betoniert und gedämmt. Fliesen werden verlegt. Die Außenmauern werden teilweise erneuert, die Nebenzimmerwand herausgebrochen und durch eine mobile Trennwand ersetzt. Zusätzlich wird eine neue Theke eingebaut. Eine neue Holzdecke wird angebracht. Im Außenbereich wird eine Terrasse angelegt, die durch eine neue Türe an der Giebelseite zugänglich ist. Die Kugelfanganlage der KK-Bahn wird ebenfalls erneuert und großzügiger überdacht. Im September findet die Wiedereröffnung des Schützenhauses statt.

Im Jahr 2005 feiert der Schützenverein 50-jähriges Vereinsjubiläum und führt deshalb das Gauschießen des Schützenkreises Hohenstaufen mit 333 Teilnehmern durch. Die Jubiläumsfeierlichkeiten finden am 02. und 03. Juli in der Sillerhalle statt, mit einem großen Festzug. Die Mitglieder, die seit der Gründung dem Verein angehören werden zu Ehrenmitgliedern, Willi Oppolzer zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Die Theaterveranstaltungen der Butzbachbehne werden wegen hoher Nachfrage auf 3 Abende mit Erfolg ausgedehnt.

Im Jahr 2006 wird für die Jugend eine Scutanlage (simuliertes Schießen mit Lichttechnik) und ein Funktrainer angeschafft, um Kindern ab 8 Jahren das Schießen zu ermöglichen. Erstmals werden die Graf-Hatto-Schützen in Hattenhofen Kreis Fürstenfeldbruck zu einem Freundschaftsschießen besucht. Bürgermeister Reutter ist mit von der Partie. Isabell Stöhr qualifiziert sich zu den Deutschen Meisterschaften in München. Anlässlich der Fussball-WM wird eine Public-Viewing Veranstaltung, anfangs im Schützenhaus, später wegen großem Interesse in der Schießhalle durchgeführt.

Das Jahr 2007 ist geprägt von Renovierungsarbeiten am Schützenhaus und der Schießanlage. So wird das Eternitdach der Halle und des Schützenhauses von einer Fachfirma neu gestrichen und die KK-Schießanlage wird auf 6 Stände erweitert. Insgesamt werden 460 Arbeitsstunden geleistet. Die Graf-Hatto-Schützen sind zu einem Gegenbesuch bei uns in Hattenhofen.

Die verschiedensten Veranstaltungen werden im Jahr  2008 wieder erfolgreich durchgeführt, unter anderem ein 4-tägiger Vereinsausflug nach Hamburg. Eine Public-Viewing-Veranstaltung anlässlich der Fußball-EM findet ebenfalls wieder guten Anklang.

Das Jahr 2009 ist wieder geprägt von hohen Ausgaben für die Schießanlage. So wird ein neuer Schießleiterraum mit Zugang von der Halle ausgebaut. Zusätzlich sind in diesem Jahr die Anliegergebühren an die Gemeinde durch den Ausbau der Schützenstraße fällig. Auf 50 Jahre freiwilliges Wirtschaften kann zurückgeblickt werden und einige Mitglieder werden für langjähriges Wirtschaften geehrt. Seit Anfang des Jahres ist Uwe Stein neuer 2. Vorsitzender, nachdem das Amt einige Jahre unbesetzt war. Ende des Jahres beginnt der Jugendleiter Wolfgang Kraus mit den Jugendlichen regelmäßig das Talentzentrum des Württ. Schützenverbandes zu besuchen, was sich in den Leistungen der Jugendlichen enorm auszeichnet. Erstmals erhält der Schützenverein eine Förderung durch die Hermann und Hilde Walter-Stiftung.
 

  

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09.09.2018